Deutsch lernen einmal anders

Seit 2014 besteht eine Kooperation mit dem Technoseum, welche gerade verlängert wurde. Seither haben ca. 900 Teilnehmer/-innen aus über 50 Deutschkursen das Museum besucht. Unsere Teilnehmer/-innen können dabei ihre erlernten Sprachkenntnisse direkt anwenden, z.B. wenn Fragen zu Ausstellungsthemen wie der "Elementa" gestellt werden.

Nach dem Besuch wird im Unterricht über die erlebten Eindrücke geredet, somit werden die Sprachfertigkeiten weiter ausgebaut.
 

Stiftungsvorstand Prof. Dr. Hartwig Lüdtke und Abendakademie Geschäftsführerin Susanne Deß unterschreiben den Kooperationsvertrag


Am letzten Donnerstag war es wieder soweit und unsere Teilnehmer/-innen aus dem Deutschkurs „Einstieg Deutsch – gefördert vom DVV“ haben zusammen mit unserer Kursleiterin Marianne Kolb das Technoseum besucht.

Passend zu den  Themen Mobilität, Mensch und Arbeit gepaart mit einer kleinen Einführung in die industrielle Revolution, hat die Kursleiterin den Wortschatz bereits im Unterricht zuvor erarbeitet, erweitert und vertieft. Da das Museum sehr interaktiv ist und man die Entwicklung von Geräten und Maschinen erleben kann, wird rasch eine Beziehung zwischen Arbeit und Mensch hergestellt. So waren zahlreiche Sprechanlässe für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer geboten. 


Durch ‚Wie funktioniert was?‘ übten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in sozialem Verhalten. Es wurden neue Regeln gelernt: Zuhören, Fragen stellen und Rücksicht nehmen.

 
Hier einige Statements unserer Teilnehmer/innen

Cheema aus Kaschmir
„Mir haben die Windräder am besten gefallen und ich bin erstaunt, dass in Deutschland damit Energie erzeugt wird. Das gibt es in meinem Land nicht.“

Momo aus Gambia
„Ich finde die Dampfmaschine toll. In meinem Land gibt es weder Straßenbahn noch Züge und Hussein aus Syrien berichtet: „In meinem Land gibt es so etwas auch nicht, nur Busse und Autos“

Penistra aus Sri Lanka
„Das alte Teleskop hat mir gut gefallen, weil man damit sehr weit sehen kann und die 10 minütige Fahrt mit der alten Eisenbahn hat mich an meine Heimat erinnert.“

Mousa aus Gambia
„Wir sind zu dritt in einem großen Rad gelaufen und haben einen Stein mit 275 Kg nach oben gezogen. Das hat großen Spaß gemacht.“

Samsu aus Somalia
war sehr erstaunt darüber, dass ihre Körpertemperatur 34Grad beträgt und

Sadogha aus Gambia
wunderte sich über die kleinen Bettchen, die es früher gab.

Seyda aus Aserbaidschan
„Ich war sehr beeindruckt von der alten Schreibmaschine. In meinem Land und auch hier in Deutschland kenne ich nur Computer.“

Mesut aus der Türkei
„Dass eine Waschmaschine früher mit der Hand betrieben wurde ist sehr interessant. Ich kenne nur Waschmaschinen, die mit Strom funktionieren.“

Mustapha aus Gambia
„Es war das 1. Mal, dass ich in einem Museum war und auch einen Menschen aus Bronze gesehen habe. Museen und Statuen gibt es in Gambia nicht.“

Hassan aus Syrien war begeistert von einem Roboter.
„So etwas habe ich live noch nie gesehen.“

 
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