Programm
Kursdetails

Unbekanntes Elsass Burgen, Klöster, Kirchen, Berge, Täler, Auen

Neuer Kurs Highlight

Kursnummer T188002
Beginn Sa., 06.07.2019, 08:15 - 21:00 Uhr
Dauerdetails EZ-Zuschlag: 20 €
Kursgebühr 208,00 €
Dauer 2 Termine
Status Plätze frei
Kursleitung Elke Werner
Jürgen Keddigkeit
Kursort Treff: Parkplatz Roonstraße / Ecke Kunsthalle
Dokumente:

Ihre Ansprechperson (keine Kursanmeldung)

Dr. Gerlinde Kammer
Telefon 0621/1076-106
g.kammer@abendakademie-mannheim.de

Das Elsass gehört zweifellos zu jenen Regionen, die Außergewöhnliches zu bieten haben, Da gibt es die unterschiedlichsten Landschaftsformen (Berge, Täler, Seen, Auen ...), da gibt es zahllose Kulturdenkmäler der unterschiedlichsten Art. Beidem werden wir uns auf dieser 2-Tagesfahrt ausgiebig widmen.

1. Tag
Im relativ wenig besuchten und touristisch kaum erschlossenen Nordelsass werden wir auf der Hinfahrt zwei Burgen und ein Kloster aufsuchen. Das erste Tagesziel ist die in abgeschiedener Waldeinsamkeit gelegene Burg Schöneck am südlichen Ausläufer des Fischerberges bei Dambach. Die Ruine, die derzeit ausgegraben und aufwendig restauriert wird, erstreckt sich auf einen langgezogenen 120 m langen Felsriff. Die zweigeteilte Anlage (Ober- und Unterburg) wurde wohl zur Mitte des 13. Jhs. erbaut, im 15./16. Jh erweitert und 1680 zerstört. In der weitläufigen Ruine beeindrucken noch heute gut erhaltene Wohn- und Wehrbauten sowie Tor- und Wasserversorgungsanlagen.
Die Burg Schöneck ist nach einem Fußweg von ca. 25 - 30 Minuten auf ansteigendem Waldweg zu erreichen.
Das zweite Ziel ist die nicht allzu weit entfernte, ebenfalls Mitte des 13. Jhs. erbaute Burg Lützelhardt. Die an der elsässisch-lothringischen Grenze gelegene Burg, zu der ein großer Hof in Obersteinbach gehörte, wurde erstmals 1307 niedergebrannt und 1492 von Kriegsknechten der Stadt Weißenburg erobert. Die wieder aufgebaute Burg wurde um 1600 aufgegeben und ist seitdem Ruine. Das Burgareal wird von einem 90 m langen, aber nur neun Meter breiten Burgfelsen beherrscht. Er trägt neben Resten der Wohnbauten und Felskammern den hochaufragenden, begehbaren Bergfried. Neben diesem Hauptanziehungspunkt beeindrucken jene Teile der Unterburg, die dem Burgfels vorgelagert sind.
Die Burg Lützelhardt ist in ca. 15 Minuten auf kaum ansteigendem Waldweg zu erreichen.
Das dritte Ziel des Tages ist das schon im Metzer Bistum gelegene, von Herzog Simon I. von Lothringen 1135 gegründete Kloster Stürzelbronn. Die Zisterzienserabtei erlitt im Laufe ihrer Geschichte ein wechselvolles Schicksal, wurde im Bauernkrieg ausgeplündert, im Dreißigjährigen Krieg zerstört, wiederaufgebaut, 1791 aufgehoben, versteigert und sukzessive abgebrochen. Zwar sind nur wenige Reste (Klostertor, Wirtschaftsgebäude ...) der ehemals weitläufigen Klosteranlage sichtbar, doch entschädigen einige außergewöhnliche Spolien. Neben dem wohlerhaltenen Tympanon des Hauptportals der Klosterkirche ist die Inschriftenplatte (Kalenderstein) mit der Tabelle für den Osterkalender sehenswert.
Das Kloster Stürzelbronn ist mit dem Bus anfahrbar.
Abschließend besuchen wir eine der größten Burganlagen des Elsass: Hoh-Barr. Die Anlage wurde auf und zwischen drei Felsen am Rande der Vogesen südwestlich von Zabern erbaut. Sie befand sich 1123 im Besitz der Bischöfe von Straßburg, die die Anlage im Regelfall an Dritte weitergaben. Nach Ausbauten im 16. Jh und größeren Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg verfiel die Anlage. Hoh-Barr ist nicht nur wegen der ausgezeichneten Fernsicht einen Besuch wert, sondern birgt neben der großen Toranlage, Resten von Wohn- und Wehrbauten mit der erhaltenen Burgkapelle St. Nikolaus, die ein romanisches Schiff und einen gotischen Chor aufweist, ein architektonisches Juwel.
Hoh-Barr ist mit dem Bus anfahrbar.

2. Tag
Unbestreitbarer Höhepunkt der Reise ist der Besuch der Ortenburg, die 1166 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die von König Rudolf von Habsburg ausgebaute Burg wurde 1293 belagert. Der Angreifer Landvogt Otto III. von Ochsenstein erbaute damals die unmittelbar benachbarte Belagerungsburg Ramstein. Die noch mehrmals belagerte und eroberte Burg wurde im 30jährigen Krieg von schwedischen Soldaten zerstört. Allgemein gilt die Ortenburg als eine der schönsten gotischen Burganlagen des Oberrheins. Ein Granitfelsen bot Platz für die große Burg, die durch einen tiefen Halsgraben an der Hauptangriffsseite geschützt wird. Dahinter erstreckt sich die große, 18 m hohe, mehrfach abgewinkelte, gut erhaltene Schildmauer. Unmittelbar hinter der vorgenannten Mauer erhebt sich der noch 30 m hohe, fünfeckige Bergfried. Dieses Defensivensemble schützte einen zweigeschossigen, repräsentativen Wohnbau. Neben Ringmauerresten und einem Burgtor ist darüber hinaus eine Wasserversorgungsanlage sehenswert.
Man erreicht die Burg nach ca. 45 Minuten auf permanent ansteigendem Waldweg.
Das zweite Tagesziel sind drei Bauwerke in der kleinen Stadt Rosheim. Man betritt die mittelalterliche Kernstadt durch ein wohlerhaltenes Stadttor und erreicht nach wenigen Minuten die wohl schönste romanisch-gotische, dreischiffige Basilika des Elsass. Ab 1150 errichtet man in Etappen den Bau: Zuerst einen Chorturm (heute eine Seitenkapelle des südlichen Querhauses), 1268/86 den Vierungs- und Glockenturm. Nicht unerwähnt bleiben darf die von Andreas Silbermann 1733 hergestellte Orgel im Kircheninnern. Dritter und letzter Anlaufpunkt in Rosheim ist das älteste Steinhaus des Elsass. Es handelt sich dabei um eines der wenigen erhaltenene Burghäuser am Oberrhein. Das mehrgeschoßige Steinhaus mit seinem hochliegenden Eingang diente im Mittelalter Niederaldligen als Wohnsitz.
Zum Abschluss besuchen wir bei Avolsheim den "Dompeter" (Domus Petri). An seinem Standort befand sich nach Ausweis von Grabungen bereits im 7./8. Jh eine karolingische Vorgängeranlage, die durch die heutige Kirche um 1050 ersetzt wurde. Den Neubau weihte Papst Leo IX. Trotz Wiederaufbau nach Zerstörungen ist die frühmittelalterliche Bauweise im Langhaus (Arkaden und Obergaden) gut nachvollziehbar und in dieser Form an anderer Stelle nur noch außerordentlich selten zu sehen.
Der Besuch der Avolsheimer Ulrichskapelle, eigentlich ein Baptisterium, das im 12. Jahrhundert in Form eines griechischen Kreuzes errichtet wurde, runden diesen Tag und letztlich unsere 2-Tagesreise ab.

Selbstverständlich kommen Sie während der beiden Tage auch in den Genuss der elsässischen Küche, so dass dieses Wochenende mit Sicherheit ein wunderschönes Erlebnis wird.

Die Fahrt wird fachkundig begleitet von dem Historiker Herrn Jürgen Keddigkeit, Herausgeber des "Pfälzer Burgen - und Klosterlexikons" und Mitarbeiter des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern.


Gutes Schuhwerk und ausreichende körperliche Kondition für die Auf- und Abstiege sind unbedingt erforderlich.

Programm
1.Tag
8.15 Uhr Abfahrt ab Mannheim Roonstraße, Ecke Kunsthalle
Burg Schöneck
Burg Lützelhardt
Mittagessen (nicht im Preis inclusive)
Kloster Stürzelbronn
Burg Hoh-Barr
Abendessen (nicht im Preis inclusive)
Übernachtung

2.Tag
Ortenburg
Mittagessen (nicht im Preis inclusive)
Rosheim
Dompeter bei Avolsheim
Ulrichskapelle Avolsheim
ca.21 Uhr Ankunft in Mannheim

Leistungen:
Fahrt im Bus der Firma Viabus, Speyer
Reisebegleitung der Mannheimer Abendakademie
Führungen und Eintritte lt. Programm
Übernachtung im DZ und Frühstück in einem 2 - 3*-Hotel

Reiseveranstalter im Sinne des deutschen Reisevertragsrechts: Viabus, Speyer
Kostenfreier Rücktritt möglich bis 10.4.2019
Schriftliche Anmeldung erforderlich.





Datum
Sa. 06.07.2019
Uhrzeit
08:15 - 21:00 Uhr
Ort
Datum
So. 07.07.2019
Uhrzeit
08:15 - 21:00 Uhr
Ort


Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH

U1, 16-19 | 68161 Mannheim
Tel: 0621 1076-0
Fax: 0621 1076-172
E-Mail: info@abendakademie-mannheim.de
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Mo, Di, Do, 14 - 16 Uhr

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Fr, 9 - 13 Uhr

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