Jugendkunstschule Mannheim

Wir mischen mit und malen weiter: Die Jugendkunstschule ist wieder da! Nachdem die Freie Kunstakademie in Mannheim schließen musste, startet die Jugendkunstschule unter neuer Trägerschaft durch: Mit der Mannheimer Abendakademie steht künftig ein neuer und zuverlässiger Partner hinter dem bunten Programm für Kinder und Jugendliche. Los geht es im September mit den ersten Angeboten, die Sie bereits von der Jugendkunstschule kennen.
Fledermäuse in Kunst und Kultur
| Kursart | Präsenzkurs |
| Kursnummer | K111031 |
| Beginn | Do., 15.10.2026, 19:30 - 21:00 Uhr |
| Kursgebühr | frei |
| Dauer | 1 Termin |
| Status |
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| Kursleitung |
Sabine Metzger
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| Kursort |
Abendakademie, Raum 404
U1, 16 - 19, 68161 Mannheim |
Ihre Ansprechperson (keine Kursanmeldung) |
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| Sabrin Volz Telefon 0621/1076-105 s.volz@abendakademie-mannheim.de |
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Während die Fledermaus in der asiatischen Mythologie als gutes Omen gilt, das Glück, Wohlstand und Langlebigkeit verheißt,
so war sie in der westlichen Tradition lange Zeit durchweg negativ konnotiert.
Bestenfalls hatte die Fledermaus den Status eines suspekten Mischwesens inne, das sich jeglicher Kategorisierung entzieht: So etwa bei Naturkundlern des 18. Jahrhunderts, allen voran Georges-Louis Leclerc de Buffon (1707 – 1788), der die Fledermaus als monströse Kreatur beschreibt.
Weitaus häufiger jedoch wurde sie mit dunklen Mächten assoziiert – eine Wahrnehmung, die ins Mittelalter zurückreicht und bis heute in Klischees weiterlebt, die die Fledermaus zum „Blutsauger“ stilisieren und die insbesondere zu Halloween heraufbeschworen und kommodifiziert werden.
Dieser Vortrag will zum einen diese negativen Zuschreibungen in ihren kulturhistorischen Kontexten verorten.
Zum anderen wird gezeigt, wie sich die Darstellung der Fledermaus in der Kunst von diesen Stereotypen emanzipiert hat – sei es im Art Nouveau,
dessen KünstlerInnen auf vielfältige Weise die Fledermaus als „Schöne der Nacht“ feiern, sei es durch ein bewusstes Zelebrieren ihres Andersseins in Werken zeitgenössischer KünstlerInnen, wie etwa in Monster Chetwynds Bat Opera oder in der Malerei des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Will Eskridge, gemäß dessen Motto: „Weird Ain’t Wrong“.
Referent: Sabine Metzger, NABU Mannheim

