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Kursdetails
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Montagsvortrag: Harriet Boyd Hawes (1871-1945) - Eine Archäologin rebelliert



Kursart Präsenzkurs
Kursnummer J131004
Beginn Mo., 13.04.2026, 15:00 - 16:30 Uhr
Kursgebühr 9,00 €
Dauer 1 Termin
Status Plätze frei
Kursleitung Dr. Claudia Braun
Kursort
Abendakademie, Saal
U1, 16 - 19, 68161 Mannheim

Ihre Ansprechperson (keine Kursanmeldung)

Sabrin Volz
Telefon 0621/1076-105
s.volz@abendakademie-mannheim.de

Harriet Boyd gehört zu den Pionierinnen in der Archäologie des Mittelmeerraums, denn sie war die erste Frau, die im Jahr 1900 allein eine Ausgrabung auf Kreta leitete.

Dabei setzte sie sich über den Widerstand männlicher Kollegen hinweg, die Frauen damals die Kompetenz in der Feldarchäologie absprachen.

Harriet Boyd gelang 1901 die Entdeckung der minoischen Stadt Gournia im Osten Kretas, die in der späten Bronzezeit (1580-1450 v. Chr.) ein wichtiger Hafenort und Warenumschlagplatz auf der Insel war.

Dank ihrer Grabungserfolge durfte sie als erste Frau vor dem Archaeological Institute of America vortragen, und dank der zügigen Publikation ihrer Ergebnisse erfuhr sie schnell Anerkennung in der Archäologie und Altertumswissenschaft.

Nach ihrer Heirat mit dem britischen Anthropologen Charles Henry Hawes musste sie auf eine eigene Grabungstätigkeit verzichten.

Sie kümmerte sich zunächst um die Publikation ihrer Grabungsergebnisse und wurde später eine herausragende Dozentin für antike Kunst am Wellesley College in Boston.


Harriet Boyd Hawes erfuhr jedoch nicht nur als Wissenschaftlerin hohe Wertschätzung, sondern seit ihrer Studienzeit in Athen auch als Krankenpflegerin bei Kriegen in Europa und den USA (1897 im Griechisch-Osmanischen Krieg, 1898 im Spanisch-Amerikanischen Krieg, ab 1915 im Ersten Weltkrieg).

1915 betreute sie die Genesung serbischer Soldaten auf der Insel Vidos bei Korfu, 1917 gründete sie die Smith College Relief Unit (Hilfskorps) und organisierte in Nordfrankreich den Aufbau einer Hilfseinrichtung für die von den Deutschen zerstörten Dörfer.

Bis zu ihrem Tod 1945, engagierte sie sich zudem als politische Aktivistin. So kümmerte sie sich um soziale Probleme in ihrer Heimatstadt Boston, warb Gelder für Flüchtlinge ein und war generell eine Lobbyistin für Gerechtigkeit gegenüber Unterdrückten, wobei sie den Kampf gegen mächtige Gegenspieler nicht scheute.

Ihr humanitärer Einsatz brachte sie in Kontakt mit hochrangigen Persönlichkeiten, so mit Königin Olga von Griechenland und Eleanor Roosevelt im Weißen Haus.






Datum
Mo. 13.04.2026
Uhrzeit
15:00 - 16:30 Uhr
Ort
U1, 16 - 19, Abendakademie, Saal


Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH

U1, 16-19 | 68161 Mannheim
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Fax: 0621 1076-172
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